Dem Novembergrau für ein paar Tage entfliehen, Sonne und Wärme genießen, womöglich im Mittelmeer baden, wer träumt nicht davon? Jutta Link hat sich diesen Traum erfüllt. Aber kein Lohn ohne Arbeit, so lautet Juttas Motto. Ihre Arbeit ist in diesem Fall der Monaco Marathon, an dem sie am Sonntag, dem 14. November teilnimmt. Ein Marathon unter Palmen und blauem Himmel, das hatten wir auch schon lange nicht mehr! Traumhaft! Wer in Monaco jedoch einen flachen Stadtmarathon erwartet, liegt oder besser läuft voll daneben. Die mit knackigen Anstiegen bestückte Wendepunktstrecke, führt die Marathonis auf der Küstenstraße von Monaco über die Grenze nach Italien und wieder zurück nach Monaco. Und nicht nur die Anstiege machen den Sportlern an diesem Sonntag zu schaffen. Ausgerechnet am Marathontag weht ein sehr starker Wind, der zwar die Palmwedel romantisch rauschen läßt, aber eben auch kräftig ins Gesicht bläst. Keine Wünsche läßt dagegen die Verpflegung an der Strecke und im Ziel offen. Die Getränke werden in handlichen kleinen Flaschen gereicht und Bananenstücke, Orangenscheiben, Rosinen, trockener Kuchen, Zuckerwürfel, Apfelschnitz und Brotwürfel sind appetitlich auf Tellern angerichtet. Während sich Jutta weder von Hügeln noch Gegenwind daran hindern läßt, die 42,195 km abzuspulen, kann Edi Müllner verletzungsbedingt das Marathongeschehen nur als Zuschauer genießen. Kein leichtes Unterfangen, wenn man eigentlich geplant hat, mittendrin dabei zu sein. So läßt es sich Edi auch nicht nehmen, Jutta zumindest auf einem langen Anstieg bei km 30 ein wenig moralisch zu unterstützen, indem er diesen Streckenabschnitt an ihrer Seite mitläuft. Nein, für diese legale und nette Art Doping wird man nicht disqualifiziert! So kommt Jutta gut gelaunt und völlig aus eigener Kraft nach 5:06:01 Stunden ins Ziel und erreicht damit von insgesamt 1621 Teilnehmern den 1549. Platz. Herzlichen Glückwunsch Jutta!   

                                                

Ein Spaßlauf ohne Wettkampfdruck, so lautet die Ausschreibung für den ARQUE-Lauf. Eine Ankündigung so ganz nach Geli Helm-Esslingers Geschmack – Laufen und Spaß dabei haben! Und Spaß haben außer Geli auch die 851 weiteren Läuferinnen und Läufer, die am Sonntag, dem 14. November 2004 an diesem Lauf teilnehmen. Die Stimmung ist vollkommen gelöst und locker! Der ARQUE-Lauf findet in Gelis alter Heimat statt und führt von Kelkheim im Taunus (Hessen) nach Mainz (Rheinland-Pfalz) und ist immerhin knapp 34 Kilometer lang. Gelaufen wird in fünf geführten Laufgruppen (zwischen 4:30 min/km und 6:30 min/km), in die sich jeder seinem Leistungsstand entsprechend einordnen kann. Die landschaftlich schöne und interessante Strecke, das gleichmäßige Tempo und die netten Gespräche, die sich im Laufe der Zeit entwickeln, werden dem Anspruch eines Genußlaufs voll und ganz gerecht. Und was das Wetter betrifft, könnte sich dieser Herbstsonntag kaum von einer besseren Seite zeigen. Herrscht an den Tagen vor dem ARQUE-Lauf noch trübes Novemberwetter, so ist am Tag X alles in bester Ordnung. Die erste Gruppe, die pünktlich um 8:00Uhr startet, kann schon der aufgehenden Sonne entgegenlaufen und um 8:08 Uhr, wenn alle fünf Gruppen auf der Strecke sind, nimmt dieses besondere Sonntagsvergnügen seinen Lauf. Bei strahlendem Sonnenschein und 0-8° C laufen die Teilnehmer von Kelkheim über so einige knackige Taunushügel durch ein schönes Waldgebiet nach Hofheim, Weilbach und Bad Weilbach. Durch den Regionalpark Rhein-Main mit seinen Weinhängen wird schließlich das Mainufer erreicht. Mainabwärts geht es weiter zum Rhein. Über die Theodor-Heuss-Brücke gelangt die Läuferschar nach Mainz. Hier auf der Brücke ist der Anblick der Mainzer Skyline besonders schön. Und der Gedanke, daß es nun nur noch knapp zwei Kilometer bis ins Ziel auf dem Liebfrauenplatz vorm imposanten Mainzer Dom sind, macht diesen Anblick glatt noch einen Tick schöner. Im Zielbereich dann warten Freunde, Familie und Fans auf die glücklichen Sportler und ein besonderes Lauferlebnis findet seinen Abschluß.

Der ARQUE-Lauf wird seit 17 Jahren von Michael Lederer, Olaf Bäuml und vielen Helfern genauso liebevoll wie professionell organisiert. Der Initiator des ARQUE Laufs Michael Lederer stellte 1977 zusammen mit Harald Hudak, Karl Fleschen und Thomas Wessinghage den Weltrekord über 4x1500 m (14:38,8 min) auf.

Die Startgebühr für diesen Lauf ist eine Spende zugunsten der Arbeitsgemeinschaft für Querschnittsgelähmte Kinder und Jugendliche mit SpinaBifida Rhein-Main-Nahe e.V. kurz ARQUE genannt. Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich.

Mehr Information gibt es hier: http://www.arquelauf.de.